Mein Coming-Out…

Mir ist es schwer gefallen am Anfang zu mir selbst und zu meiner Sexualität zu stehen. Ich habe mich aber für das Outing entschieden, damit ich mich wohler fühlen kann und auch endlich endgültig zu mir stehen kann. Ich habe mein Outing geplant. Als Erstes habe ich mich bei meiner besten Freundin geoutet. Es ist mir echt schwer gefallen die drei Worte: „Ich bin schwul“ über die Lippen zu bringen. Als meine Freundin sehr positiv reagiert hat ist mir ein richtiger Stein vom Herzen gefallen. Das war mein erster Teil des Outings. Als ich eines Morgens allein mit meiner Mutter zuhause war, habe ich mich entschlossen mich bei ihr zu outen. Ich hatte echt Schiss und hab bzw. konnte ihr das nicht direkt sagen, sondern habe um den heißen Brei herum geredet. Sie meinte zu mir, dass sie es schon immer geahnt hat. Es sei ihr egal wie ich bin, denn ich bin ihr Sohn. Dies war der zweite Teil und bisher ist alles besser gekommen als ich dachte. Und als ich mich entschlossen habe mich mehr jetzt in der „homosexuellen Jugend“ zu integrieren und deshalb das together gelsenkirchen besucht habe, hab ich diesen einen Jungen gesehen, wo es Liebe auf den ersten Blick war. Als wir endlich zusammen waren, habe ich mich entschlossen mich endgültig zu outen für mich selbst. Ja, das Resultat war durchweg positiv, außer mal in der Schule der eine oder andere Spruch. Da steh ich jetzt aber drüber, oder haue Sprüche zurück. Durch mein Outing habe ich ein ganz neues Selbstbewusstsein bekommen. Jetzt kann ich zu meinem Freund in der Öffentlichkeit stehen und ich bin überglücklich, dass ich, egal wann und wo, immer der sein kann, der ich bin.

Dennis, 18