Starke Sache: together krefeld ab 2017 kommunal abgesichert

Die Stadt Krefeld setzt ein wichtiges Signal für Akzeptanz und Offenheit: Das together krefeld, Treff für junge Lesben, Schwule, Bisexuelle, wird ab 2017 kommunal gefördert.

Junge Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* (LSBT*) gibt es überall in NRW. Überall erleben sie ihr Coming- Out mit allen Ängsten, Sorgen und Ausgrenzungen, die immer noch oft damit verbunden sind. Erst Anfang dieses Jahres bestätigte eine Studie erneut, dass Homosexualität im näheren und familiären Umfeld von vielen Leuten immer noch abgelehnt wird. In einigen Großstädten gibt es daher Treffs und Zentren für junge LSBT*. Außerhalb der Ballungszentren sieht die Situation aber oft ganz anders aus. Mit Hilfe des Landes Nordrhein-Westfalens startete deshalb 2012 das Projekt together niederrhein, um Jungen Lesben, Schwulen und Bisexuellen aus der Region entgegen zu kommen. Durch die Landesförderung war es möglich, Angebote zu schaffen und damit auch den Bedarf für ein solches Angebot zu verdeutlichen.

„Bei uns ist jede und jeder willkommen – egal ob lesbisch, schwul, trans- oder hetero. Nur unter 28 musst du sein!“ (Leo, 22 – Ehrenamtlicher aus dem Treff)

Die Erfolge des Projektes und damit auch am Standort Krefeld sprechen für sich: Mit mitreißendem ehrenamtlichen Engagement der Besuchenden konnte im together krefeld bereits von Beginn an ein breites Angebot initiiert werden. Unter anderem nahmen die Jugendlichen am Seifenkistenrennen der Stadt Krefeld teil und belegten prompt Platz 1 in der JUX-Wertung, realisierten gemeinsam mit der Friedenskirche einen erfolgreichen Benefiztrödel und organisierten die Programmreihe together on stage, wobei auch lokale Künstler_innen ihre Musik vorstellen können. Auch prominenten Besuch gab es im together bereits: 2015 besucht Thomas Hitzlsperger den Treff, um das together zu unterstützen.

Mit der einstimmig beschlossenen, kommunalen Förderung des Treffs ab 2017 ist ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Akzeptanz gemacht. Es zeigt wie vielfältig und bunt (Jugend)Kultur ist. Und das ist gut so.