Transgender Day of Remembrance

Am 20.11. ist der Transgender Day of Remembrance. Dabei wird den Opfern von Trans*feindlichkeit des vergangenen Jahres gedacht. Im Ruhrgebiet gibt es erstmals eine ganze Abendveranstaltung dazu, ab 18Uhr im Lore-Agnes-Haus in Essen.

In Essen findet dieses Jahr erstmals im Ruhrgebiet ein Gedenkabend statt. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* (NGVT*), dem together LSBT* Jugendtreff und der Vierten Etage e.V. wird im Lore-Agnes mit einer Gedenkminute den Opfern von Trans*feindlichkeit gedacht. Gleichzeitig macht die Veranstaltung ab 18Uhr durch ein kulturelles Rahmenprogramm mit Künstler_innen und Ausstellungen (binäre und nichtbinäre) Trans*personen sichtbar. Ein wichtiges Thema des Abends wird auch sein, die immer noch stattfindende Trans*feindlichkeit in Deutschland, und dem Fehlen eines entsprechenden Straftatbestandes.

Diskriminierung von Trans*menschen ist immer noch viel zu weit verbreitet. Im Berufsleben werden Trans*menschen trotz durchschnittlich höherer Bildung schlechter bezahlt oder in niederen Jobs eingestellt. Im Gesundheitssystem werden Trans*menschen immer noch als psychisch krank eingestuft. Alleine um den Personenstand ändern zu lassen, muss ein langwieriger und erniedrigender Weg auf sich genommen werden, Maßnahmen körperlicher Angleichungen brauchen mehrere, zeitintensive Gutachten und Diagnosen. Diese strukturelle Diskriminierung gegen Trans*menschen ergibt Gewalt. Die Diskriminierung legitimiert die Verachtung und Gewalttaten gegenüber Trans*menschen. Alleine letztes Jahr wurden 325 Menschen wegen Trans*feindlichkeit ermordet.