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(Deutsch) “CSD Mülheim”: #WahlFamilie lädt zum Grillabend

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Das together mülheim feiert den Jahrestag der Aufstände von LSBT* für Gleichberechtigung mit einem Grillabend für alle Menschen. Auch das Rathaus der Stadt Mülheim Ruhr wird im Gedenken an den Tag am 28.6. die Regenbogenflagge hissen.

 

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(Deutsch) „Endlich eine Kampagne, die auch eine politische Botschaft und Forderung hat“

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Rechtzeitig zum IDAHOT und zu den Landtagswahlen in NRW starteten die together Treffs die virale Videokampagne #WahlFamilie. Menschen sollen sich in den Videos mit dem Begriff ‚Familie‘ und Formen des Zusammenlebens auseinander setzen. … weiterlesen “(Deutsch) „Endlich eine Kampagne, die auch eine politische Botschaft und Forderung hat“”

(Deutsch) QueerEUrope zu Gast bei der SPD Bielefeld

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Viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede gab es zu entdecken bei QueerEUrope, dem diesjährigen internationalen Austauschprojekt der together Jugendtreffs. Ermöglicht durch Erasmus+, dem Austauschprogramm der EU, trafen sich 30 junge LSBT*Aktivist_innen aus Deutschland, Italien, Slovenien und Ungarn in der Akademie Waldschlösschen zu Erfahrungsaustausch, Kennenlernen und gemeinsamen Planen.
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(Deutsch) Stellenausschreibung

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Ziemlich besonderes Team sucht:
zum 01.08.2017 oder (notfalls) später zwei engagierte Qu(e)erdenker_innen Sozialarbeiter_innen, (Sozial)Pädagog_innen (oder vergleichbar) für die LSBT* Jugendarbeit am Niederrhein

 

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Starke Sache: together krefeld ab 2017 kommunal abgesichert

Die Stadt Krefeld setzt ein wichtiges Signal für Akzeptanz und Offenheit: Das together krefeld, Treff für junge Lesben, Schwule, Bisexuelle, wird ab 2017 kommunal gefördert.

Junge Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* (LSBT*) gibt es überall in NRW. Überall erleben sie ihr Coming- Out mit allen Ängsten, Sorgen und Ausgrenzungen, die immer noch oft damit verbunden sind. Erst Anfang dieses Jahres bestätigte eine Studie erneut, dass Homosexualität im näheren und familiären Umfeld von vielen Leuten immer noch abgelehnt wird. In einigen Großstädten gibt es daher Treffs und Zentren für junge LSBT*. Außerhalb der Ballungszentren sieht die Situation aber oft ganz anders aus. Mit Hilfe des Landes Nordrhein-Westfalens startete deshalb 2012 das Projekt together niederrhein, um Jungen Lesben, Schwulen und Bisexuellen aus der Region entgegen zu kommen. Durch die Landesförderung war es möglich, Angebote zu schaffen und damit auch den Bedarf für ein solches Angebot zu verdeutlichen.

„Bei uns ist jede und jeder willkommen – egal ob lesbisch, schwul, trans- oder hetero. Nur unter 28 musst du sein!“ (Leo, 22 – Ehrenamtlicher aus dem Treff)

Die Erfolge des Projektes und damit auch am Standort Krefeld sprechen für sich: Mit mitreißendem ehrenamtlichen Engagement der Besuchenden konnte im together krefeld bereits von Beginn an ein breites Angebot initiiert werden. Unter anderem nahmen die Jugendlichen am Seifenkistenrennen der Stadt Krefeld teil und belegten prompt Platz 1 in der JUX-Wertung, realisierten gemeinsam mit der Friedenskirche einen erfolgreichen Benefiztrödel und organisierten die Programmreihe together on stage, wobei auch lokale Künstler_innen ihre Musik vorstellen können. Auch prominenten Besuch gab es im together bereits: 2015 besucht Thomas Hitzlsperger den Treff, um das together zu unterstützen.

Mit der einstimmig beschlossenen, kommunalen Förderung des Treffs ab 2017 ist ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Akzeptanz gemacht. Es zeigt wie vielfältig und bunt (Jugend)Kultur ist. Und das ist gut so.

Zynisch, menschenverachtend und fahrlässig

BAMF-Entscheidungen gegen LSBTI-Geflüchtete sind realitätsfern & bedrohlich!

Das Land NRW fördert die together Jugendprojekte zur Unterstützung und Integration junger LSBT*Geflüchteter. Bunter ist es seitdem in den LSBT*Jugendtreffs im Ruhrgebiet und am Niederrhein geworden, viele neue Kontakte konnten geknüpft und Vieles konnte gemeinsam erlebt werden. Oft konnte das together-Refugee-Team auch bei der Orientierung im Ämterjungle helfen. Die von „endlich ankommen, sicher sein und die Zukunft gestalten“ geprägte positive Stimmung, wird seit einigen Wochen deutlich getrübt. Angst und Unsicherheit macht sich breit. Der Grund hierfür liegt in ablehnenden Bescheiden des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die sich spürbar häufen.

Die vorliegenden Bescheide sind nicht nachvollziehbar und weisen in ihren Begründungen erhebliche Fehler sowie Fehlinterpretationen gemachter Angaben auf. Gerade vor dem Hintergrund, dass den Betroffenen bei einer Abschiebung erhebliche Bedrohungen für Leib und Leben drohen ist diese Entscheidungspraxis unangemessen, verkennt die Bedrohungslage homosexueller Männer in den Herkunftsstaaten und missachtet grundlegende Menschenrechte. 

Während wir einzelne LSBT*Geflüchtete beim Beschreiten der mühsamen, belastenden, kostspieligen und langwierigen Klagewege unterstützen können, sind generelle und politische Veränderungen zwingend geboten. Die Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*Personen in den Herkunftsstaaten müssen durch das BAMF wahrgenommen, verstanden und angemessen beachtet werden.

Beispielhaft ist hier der Fall des homosexuellen S.H. aus dem Irak zu nennen. Der 19jährige lebte vor seiner Flucht fünf Jahre in einer geheimen, gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Immer häufiger kam es zu Gerüchten und Beleidigungen, was die beiden zu ihren Fluchtplänen bewegte. Aus Geldmangel konnte zunächst nur S.H. fliehen. Sein Partner wurde kurz darauf im Irak ermordet. Hierzu schreibt das BAMF, dass „keine ernsthafte Bedrohungssituation“ vorliege. Begründet wird dies damit, dass das „Paar in der fünfjährigen Beziehung nicht von bewaffneten Milizen oder ähnlichen Gruppierungen bedroht“ worden oder „Übergriffen ausgesetzt“ gewesen sei. Der Tod des Partners sei auch nicht mit endgültiger Sicherheit auf dessen Homosexualität zurück zu führen und „aus dem Sachvortrag des Antragsstellers zur Tötung seines Freundes (lasse sich zudem) keine eigene Betroffenheit ableiten“. 

Auch verweist das BAMF darauf, dass S.H. in seinem Heimatland einer eventuellen Verfolgung entgehen könne, wenn er sich an einem anderen Ort bzw. in einem anderen Stadtteil niederlasse. Hier folgt man wie auch in anderen vorliegenden Fällen der Devise, dass Diskretion und das Nicht-Ausleben der eigenen sexuellen Identität als Schutz ausreiche. Diese Haltung widerspricht jedoch eindeutig der gültigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs.

Die Bescheide des BAMF klingen wie blanker Hohn. Die Unkenntnis der Situation von Homosexuellen in Fluchtländern ist schockierend und die an den Tag gelegte Ignoranz wirkt mehr als zynisch, denn die Bewertungen der Bedrohungslage von homosexuellen Männern z.B. im Irak sind realitätsfern.

So bestätigte auch die Bundesregierung (auf Kleine Anfrage der Grünen / Drucksache 17/3318) am 14.10.2010, dass LSBT* im (gesamten) Irak Opfer von Gewalttaten und Menschenrechtsverletzungen sind, staatliche Sicherheitsbehörden (…) keinen Einhalt gebieten können und die Bundesregierung “die Lage der Homo- und Transsexuellen in Irak für besorgniserregend” hält. Zudem sei “davon auszugehen, dass irakische Polizei- und Sicherheitskräfte oft nicht mit der Rechtslage vertraut sind, willkürlich handeln und in einigen Fällen sogar selbst Gewalt gegen sexuelle Minderheiten ausüben”. In diesem Zusammenhang ist von einer Verfolgung im gesamten Irak auszugehen, die nicht durch einen Wohnortwechsel verhindert werden kann. 

Auch die aktuelle Position zur Rückkehr in den Irak des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) findet offenbar keine Beachtung: „In irakischen Gebieten, die sich de facto unter der Kontrolle von ISIS befinden, setzt ISIS seine strenge Auslegung der Scharia durch, wonach einverständliche sexuelle Handlungen zwischen Männern einen Gesetzesverstoß darstellen und mit Todesstrafe geahndet werden. Die zunehmende Gewalt und das damit verbundene Erstarken nichtstaatlicher bewaffneter Akteure hat Berichten zufolge die Schutzbedürftigkeit von Personen, deren sexuelle Orientierung und/oder geschlechtliche Identität nicht den traditionellen Vorstellungen entsprechen, in anderen Teilen des Irak verstärkt, und diese Menschen, einschließlich Kindern, sind den Meldungen zufolge häufig zahlreichen Formen von Misshandlungen durch verschiedene staatliche und nichtstaatliche Akteure ausgesetzt, einschließlich durch ihre nahen und entfernten Familienangehörigen, das allgemeine gesellschaftliche Umfeld, staatliche Behörden sowie eine Vielzahl bewaffneter Gruppen.“ Berichte DW (24.08.2015), Handelsblatt (14.06.2016) und Tagesspiegel (30.06.2013), die verdeutlichen, ebenso wie die Aussagen des UNHCR in der aktuellen Position, dass sich die Situation seit 2010 nicht zum Positiven verändert hat.

Die Entscheidungspraxis wirft viele Fragen auf, belastet aber vor allem unnötig Betroffene und Unterstützungssysteme. Statt mit Integration, müssen sich alle Beteiligten oft zunächst mit Schadensbegrenzungen und berechtigten Ängsten unter den Geflüchteten beschäftigen. Hier müssen nicht nur einzelne Entscheidungen erneut überprüft, sondern v.a. die Mitarbeiter_innen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge müssen sich dringend und ausführlich mit dieser besonderen Thematik auseinandersetzen.

Bei Frage stehen gerne zur Verfügung:

Janine Winkler & Torsten Schrodt

Winterpause

Wir schließen ab dem 21.12.2015 bis einschließlich 10.01.2015 unsere Tore. Danach sind wir in alter Frische wieder für Euch da! Euer together Team