(Deutsch) Junge LSBT*I* sind politisch und haben Forderungen

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Nicht selten ist – insbesondere von älteren – zu hören, die Communities und vor allem junge LSBT*I* seien weniger politisch (als früher). Bestimmt ist heute einiges anders als damals, aber dies ist ein Vorurteil. Junge LSBT*I* sind politisch interessiert und engagiert. Und sie haben klare Erwartungen an Politik. Bei den together Jugendprojekten geht es oft um „politisches“: wilde Diskussionen zu aktuellen Themen im Alltag der Treffpunkte, Beteiligung bei CSDs in Großstädten oder auch die Organisation von Mini-CSDs im ländlichen Raum, Sichtbarkeitsaktionen zum IDAHOT oder Trans*Visibility-Day oder eben auch bei regelmäßigen Gesprächsrunden mit Politiker_innen aus Bund, Land und Kommunen.

Nicht nur zu Wahlkampfzeiten werden die together Treffs von Politiker_innen unterschiedlicher Parteien besucht. „Wir finden es wichtig, junge LSBT*I* und Politiker_innen ins direkte Gespräch zu bringen. Ungefiltert erfahren Politiker_innen so von den Anliegen junger LSBT*I*, die jungen Menschen fühlen sich gehört und im besten Fall verstanden. Aber auch sie lernen die politische Arbeit und auch Zusammenhänge besser zu verstehen. Dem pauschalen Schimpfen auf „die Politik“ werden echte Menschen entgegengesetzt.“ so Vera van Oyen von together.

Kürzlich erst besuchte der queerpolitische Sprecher der SPD Landtagsfraktion Frank Müller das together kleve zusammen mit Bodo Wißen, dem SPD-Kandidat für den Bundestag im Kreis Kleve und Marek Tietjen und Moritz Walter von den Jusos im Kreis Kleve. Geplant hatte Frank Müller den Besuch schon seit der Eröffnung des eigenen Jugendcafes am Spoyufer, da aber durch die Coronapandemie ein Austausch mit Besuchenden längere Zeit nicht möglich war, musste der Termin mehrfach verschoben werden. Umso mehr freute sich Vertreter der SPD, dass der Klever Kreistag kürzlich einen weiteren Anlass bescherte. Mit Förderung des Kreises kann die LSBT*I*Jugendarbeit im Kreis Kleve nun ausgebaut werden. Müller, Wißen, Tietjen und Walter waren gespannt mehr von den Planungen zu hören, freuten sich über die Gesprächsbereitschaft der Stadt Geldern und sagten weitere Unterstützung zu.

Wie immer bei den together Politik-Talks ging es aber nicht nur um Kommunales. Diskutiert wurden insbesondere auch bundespolitische Themen, wie das diskriminierende Tanssexuellengesetz, die Einschränkungen bei der Blutspende oder auch der Umgang mit schutzsuchenden LSBT*I* aus anderen Staaten.

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Jungen LSBT*I* Forum und Stimmen zu geben, ist ein zentrales Anliegen der together Jugendprojekte und am liebesten verbinden wir dies mit Spaß und Gemeinschaft“ so Zero Liß vom Vorstand des Trägervereins. Um Forderungen junger LSBT*I* an Politik zusammenzutragen und zugleich Vielfalt zu feiern, plant together zusammen mit dem anyway im Oktober eine besondere Aktion zum Ende der Pride-Session: rund um eine Bootstour auf dem Essener Baldeneysee werden Forderungen formuliert und erstmalig veröffentlicht. Austausch, Spaß und (neue) Kontakte werden hierbei sicher nicht zu kurz kommen. Wer mit in See stechen möchte erhält weitere Infos auf www.together-virtuell.de und bei frederick.dellin@together-virtuell.de