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Statement zur Absage des CSD Gelsenkirchen

 

Ein außergewöhnlicher Christopher Street Day, der nicht stattfand

Der SVLS e.V. bedauert zutiefst, dass der für den 17.05. geplante Christopher Street Day (CSD) in Gelsenkirchen am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) aufgrund einer diffuse Gefahrenlage abgesagt werden musste. Die Sicherheit aller Teilnehmenden hat für uns oberste Priorität. Dennoch möchten wir betonen, wie bedeutend diese Veranstaltung für die Community und die Gesellschaft insgesamt ist.

Der IDAHOBIT ist ein wichtiger Meilenstein im Kampf für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Akzeptanz von LSBTIN* Menschen. Gerade in einer Zeit, in der Hass, Diskriminierung und sogar Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Inter* zunehmen, ist es essenziell, öffentlich Flagge zu zeigen. Veranstaltungen wie der CSD in Gelsenkirchen sind nicht nur Ausdruck von Stolz und Zusammenhalt, sondern auch ein klares Zeichen gegen Intoleranz und Hetze. Wenn solche Veranstaltungen abgesagt werden müssen, hat das verheerende Auswirkungen auf die Sichtbarkeit unserer Community, insbesondere für junge queere Menschen und ihr Empowerment.

Für viele junge Menschen bedeutet die Absage eines CSDs eine Enttäuschung, die sich auf ihr Selbstwertgefühl und ihre Identitätsentwicklung auswirken kann. Es sendet das fehlerhafte Signal, dass ihre Rechte und ihre Existenz nicht geschützt oder gewürdigt werden. Die fehlende öffentliche Präsenz kann das Gefühl verstärken, allein zu sein im Kampf gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Zudem schwächt es die gesellschaftliche Debatte um Gleichstellung, da die Sichtbarkeit der Community eingeschränkt wird und die gesellschaftliche Akzeptanz dadurch leidet.

Die Absage eines solchen Events ist auch ein Rückschlag im Kampf um Gleichberechtigung. Sie unterstreicht die Bedrohungslage, die LSBTIN* trotz aller Fortschritte täglich erleben. Es zeigt, dass unsere Rechte nicht selbstverständlich sind und dass wir uns weiterhin für eine offene, vielfältige Gesellschaft einsetzen müssen. Die Sicherheit darf niemals auf Kosten unserer Rechte und unserer Sichtbarkeit gehen, doch es ist ebenso wichtig, die Ursachen von Gewalt und Hass zu bekämpfen und für eine Gesellschaft einzustehen, in der alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität respektiert werden.

Wir fordern daher eine stärkere politische Unterstützung und gesellschaftlichen Zusammenhalt, um die Sicherheit unserer Veranstaltungen zu gewährleisten und die gesellschaftliche Akzeptanz weiter zu fördern. Es ist notwendig, dass wir gemeinsam gegen Hass und Gewalt vorgehen und die Rechte der queeren Community verteidigen. Nur durch kontinuierlichen Einsatz und öffentliche Sichtbarkeit können wir langfristig eine Gesellschaft schaffen, in der Vielfalt als Stärke anerkannt wird.

Der SVLS e.V. bedankt sich bei allen Unterstützer*innen und wird bald wieder sichere und bunte Veranstaltungen durchführen, um gemeinsam für Gleichstellung, Akzeptanz und Menschenrechte einzustehen. Denn unterkriegen lassen wir uns nicht. Wir bleiben solidarisch und setzen uns weiterhin für eine offene Gesellschaft ein.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.

 

Statement des SVLS eV_Absage CSD Gelsenkirchen 2025

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